Profil der Kommunalen Jugendarbeit (KOJA)

Die Kommunale Jugendarbeit (KOJA) ist die vom Jugendamt eines Landkreises oder einer kreisfreien Stadt (sogenannte örtlich öffentliche Träger) getragene Fachstelle für Jugendarbeit. Die Kommunale Jugendarbeit ist somit Teil der Jugendhilfe und bietet durch ihre Inhalte, Methoden und den Zugang zu ihren Zielgruppen ein eigenständiges Aufgabengebiet. Gesetzliche Grundlage der Arbeit bildet das SGB VIII (Kinder- und Jugendhilfegesetz) und das Gesetz zur Ausführung der Sozialgesetze (AGSG).

Im Rahmen der Gesamt- und Planungsverantwortung im Bereich der Jugendhilfe hat die Kommunale Jugendarbeit im Auftrag des Jugendamtes dafür zu sorgen, dass die erforderlichen Einrichtungen, Dienste und Veranstaltungen der Jugendarbeit rechtzeitig und ausreichend zur Verfügung stehen.

Durch das neue Bundeskinderschutzgesetz (BKiSchG) ist der Qualitätsbegriff bzw. die Qualitätsentwicklung in der Kinder- und Jugendhilfe erstmalig definiert und als weitere Aufgabe der Jugendämter bestimmt worden. Für die Qualitätsentwicklung im Bereich der Kinder- und Jugendarbeit ist die KOJA zuständig.

Im Schwerpunkt ist Kommunale Jugendarbeit infrastrukturorientiert tätig:

  1. Sie schafft Grundlagen durch Klärung von Bedarfslagen, Infrastrukturplanung und Konzeptbildung.
  2. Sie wirkt durch Anregung, Beratung und ggf. Förderung darauf hin, dass Träger der freien Jugendhilfe und Gemeinden die erforderlichen Dienste,Einrichtungen und Angebote bereitstellen.
  3. Sie sorgt für Information, Vernetzung und Koordination von Angeboten für Träger und Zielgruppen.
  4. Sie erbringt selbst Leistungen, soweit andere Träger dazu nicht bereit oder in der Lage sind.

Die Kommunale Jugendarbeit fördert die Entwicklung von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen und unterstützt in neutraler Weise die Einrichtungen und die freien Träger der Jugendarbeit.

Weitere Aufgaben der Kommunalen Jugendarbeit sind z.B.: Schulung und Unterstützung von ehrenamtlichen JugendleiterInnen, Angebote der außerschulischen Bildungsarbeit für Freizeit und Erholung, schul-, arbeitswelt- und familienbezogene Angebote, Beratung und Information in jugendrelevanten Fragen, gesetzlicher und präventiver Jugendschutz und die Jugendsozialarbeit an Schulen (JaS).

Ihr wollt noch mehr darüber wissen? Hier bekommt ihr einen zusammenfassenden Überblick über die Aufgaben der kommunalen Jugendarbeit.

Jugendschutz

Im Jugendamt Neumarkt ist der vorbeugende (präventive) und der ordnungsrechtliche (gesetzliche) Jugendschutz bei der Kommunalen Jugendarbeit verortet. Die Aufgabenschwerpunkte ergeben sich aus dem Jugendschutzgesetz (JuSchG) mit den enthaltenen Bereiche Medien, Sucht, Gewalt und Rechtsextremismus.

Zusätzlich ist die Kommunale Jugendarbeit in Neumarkt im Rahmen der Durchführung der Gewerbeordnung für das Beteiligungsverfahren bei den gaststättenrechtlichen Gestattungen nach § 12 Gaststättengesetz zuständig.

Jugendsozialarbeit an Schulen (JaS)

JaS ist eine Jugendhilfemaßnahme im System Schule und wird durch die Kommunale Jugendarbeit im Sonderpädagogischen Förderzentrum Neumarkt, an der Grundschule in Parsberg und am Staatlichen Beruflichen Schulzentrum Neumarkt angeboten.

Aktuelles

Mit der aktuellen Corona-Pandemie hat sich auch unser alltägliches Leben verändert. Der Wegfall und die Veränderung von gewohnten Strukturen und unserem sozialen Umfeld kann Jugendliche psychisch und physisch belasten. Aber dies betrifft nicht nur Jugendliche, denn auch Eltern können von dieser Veränderung überwältigt sein.

Deshalb gibt es das Projekt „Corona und Du“, es soll für Jugendliche und Eltern ein Infoportal sein, dass z.B. Ratschläge für einen strukturierten Alltag gibt oder auch auf Anlaufstellen und Seelsorge-Angebote aufmerksam macht.

 

Aktuelle Coronalage

Update zum Lockdown in der Jugendarbeit
(Stand: 11.05.2021, 14 Uhr)

Was gilt bei einer 7-Tage-Inzidenz von unter 100?

Außerschulische Bildungsangebote, die § 20 Abs. 2 der 12. BayIfSMV unterfallen, können ab dem 15. März 2021 inzidenzabhängig in Landkreisen und kreisfreien Städten mit einer 7-Tage-Inzidenz unter 100 in Präsenzform wieder stattfinden, wenn zwischen allen Beteiligten ein Mindestabstand von 1,5 m gewahrt ist.

Es besteht Maskenpflicht bei Präsenzveranstaltungen am Platz, und soweit der Mindestabstand nicht zuverlässig eingehalten werden kann, insbesondere in Verkehrs- und Begegnungsbereichen.

Der Betreiber hat ein Schutz- und Hygienekonzept auszuarbeiten und auf Verlangen der zuständigen Kreisverwaltungsbehörde vorzulegen. Die vierte Version der Empfehlung für die Erstellung eines Schutz- und Hygienekonzepts in der Jugendarbeit nach § 85 Abs. 2 Nr. 1 SGB VIII berücksichtigt alle Änderungen aufgrund der 13. BayIfSMV vom 5. Juni 2021 und wurde mit dem zuständigen Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit und Pflege (StMGP) bezüglich der Ausführungen zur aktuellen Rechtslage nach der 13. BayIfSMV abgestimmt. Sofern ein Angebot der außerschulischen Jugendbildung i. S. v. § 11 Abs. 3 Nr. 1 SGB VIII zulässig ist, ist die BJR-Empfehlung für die Umsetzung des Angebots maßgeblich.

 

 

Corona Modellförderung  

Zusätzlich möchten wir Sie über die Corona Modellförderung informieren. Vereine und Verbände, die unter den sehr erschwerten Corona-Bedingungen Angebote der Jugendarbeit gemacht haben bzw. aktuell noch anbieten, haben jetzt über eine Modellförderung die Möglichkeit Zuschüsse zu beantragen. Alle wichtigen Informationen dazu finden Sie hier.

Wissenswertes... 

...für Kinder und Jugendliche zum Coronavirus und politsche Themen einfach erklärt:  Politik für dich erklärt

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